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Kartoffeldiät

Kartoffeldiät Erfahrungen - Vorteile und Nachteile

Endlich effektiv gesund abnehmen – aber wie geht das? Kann eine Kartoffeldiät hier wirklich hilfreich sein? Die meisten gängigen Diäten raten ab von Kohlenhydrate, die ja in Kartoffeln in großer Menge enthalten sind. Weshalb sollte man da ausgerechnet mit Hilfe von Kartoffeln sein Gewicht reduzieren können?

Das Geheimnis liegt in der Knolle

Denn die Kartoffeldiät zählt zu den sogenannten Mono-Diäten. Das bedeutet, dass man sich im Verlauf der Diätphase fast ausschließlich von der Erdknolle ernährt. Es gibt jedoch auch Variationen der Kartoffeldiät. Beispielsweise kann man Kartoffeln hervorragend mit Eiern und Quark kombinieren.

Auch fettarm zubereitetes Gemüse, Salat und Obst können Bestandteil einer Kartoffeldiät sein. Das Wichtigste dabei: Die fettarme Zubereitung. Denn es wird davon ausgegangen, dass hohe Fettmengen verantwortlich für das Übergewicht sind. Schließlich hat 1 g Fett ganze 9 kcal, während Kohlenhydrate lediglich mit 4 kcal pro Gramm belegt sind.

Ein Kilogramm Kartoffeln täglich

Soviel landet nämlich täglich auf dem Teller bei der Kartoffeldiät. Dazu – je nach Variante – noch 100 Magerquark oder drei Eier. Die biologische Wertigkeit dieser Kombination ist unumstritten. Kohlenhydrate sorgen für die Sättigung und der Organismus kann das enthaltene Eiweiß gut verwerten.

Unser Lesetipp: Die Stoffwechseldiät

Kalium, das Bestandteil der Erdknolle ist, schwemmt vermehrt Wasser aus dem Körper. Die ersten Pfunde schwinden also vergleichsweise schnell. Insgesamt sollten über den Tag nicht mehr als 1000 kcal aufgenommen werden.

Keine Übereinstimmung mit den Empfehlungen der DGE

Wer eine Kartoffel Diät startet, sollte sich bewusstmachen, dass die Nährstoffe den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung zuwiderlaufen. Diese rät nämlich zu einer Aufnahme von Makronährstoffen in der folgenden Zusammensetzung: Fett 30 %, Kohlenhydrate 50 %, Eiweiß 20 %. Die Kartoffeldiät hingegen punkten mit 2 – 3 % Fett, 10 – 20 % Eiweiß und 80 – 85 % Kohlenhydrate. Das treibt den Insulinspiegel in die Höhe.

Einfache Zubereitung

Kartoffeln sind schnell und unkompliziert zuzubereiten. Sie können ebenfalls gut für den Alltag vorbereitet werden, das spricht ebenfalls für sie. Die Erdäpfel kommen fast ohne Fett daher, sättigen mit Hilfe vieler Kohlenhydrate und liefern in Kombination mit Ei oder Magerquark hochwertiges Eiweiß.

Ist die Kartoffeldiät vielleicht sogar riskant

Es ist unbestritten: Die Kartoffel Diät ist eine Mono-Diät. Diese ist, wie der Name schon sagt, einseitig, was einen Nährstoffmangel verursachen kann. Diese Gefahr birgt auch die Kartoffeldiät. Die Versorgung mit Mineralstoffen und Vitaminen, die der Organismus benötigt, ist unausgewogen (vor allem Eisen fehlt).

Auch die Zufuhr von Fett ist zu gering. Alles zusammen kann leicht zu Heißhungerattacken führen, was das bisher Erreichte schnell wieder zunichtemachen kann. Hier spricht man auch vom sogenannten Jojo-Effekt. Damit würde die Kartoffeldiät als Mono-Diät bewirken, dass das Gewicht nach der Diät höher liegt, als es vorher jemals war.

Vor- und Nachteile der Kartoffeldiät

  • Sattessen ist möglich.
  • Kartoffeln sind schmackhaft und können gut kombiniert werden.
  • Einfache Durchführung, daher alltagstauglich.
  • Bereits eine kurze Durchführung verspricht Ergebnisse.
  • Keine längerfristige Abnahme möglich, da sonst Unterversorgung droht.
  • Demzufolge müssten bei längerer Diätdauer Supplemente zugeführt werden.
  • Sport wird nicht empfohlen.
  • Eintönigkeit aufgrund des immer gleichen Nahrungsmittels.
  • Lediglich Wasser wird ausgeschwemmt, Fett wird nicht abgebaut.
  • Kartoffeln enthalten viel Kalium. Nach der Diät wird der Kaliumhaushalt normalisiert und erneut wird Wasser eingelagert. So ist das verlorene Gewicht schnell wieder aufgeholt.

Was man daraus lernen kann

Kartoffeln machen satt und entwässern. Das ist allenfalls gut, um so viel Gewicht zu verlieren, dass die Jeans sich wieder besser zuknöpfen lässt oder das Oberteil nicht mehr so sehr spannt. Doch für eine effektive Gewichtsreduktion ist die Kartoffeldiät eher ungeeignet, denn im Grunde verändert sich nur der Wasserhaushalt. Fettreserven, die man doch eigentlich loswerden wollte, werden nicht angegriffen.

Wer es trotzdem versuchen will, sollte die Kartoffeln auch mit Gemüse, Salat und Kräutern kombinieren. Pflanzliche Fette (auch aus Nüssen und Samen) sollten ebenfalls nicht fehlen. So wird zumindest der Unterversorgung vorgebeugt.

Auf Dauer ist eine Kartoffeldiät wohl eher nicht zu empfehlen. Sportler und Berufstätige sollten lieber auf eine andere kalorienreduzierte Diät, die mehr Mischkost enthält, zurückgreifen. Selbstverständlich können in eine normale Ernährung auch immer wieder sogenannte „Kartoffel-Tage“ eingebaut werden.

Doch für ein gleichbleibendes Gewicht sucht man sich besser eine Ernährung, mit der man auch leben kann. Diese sollte in jedem Fall der Empfehlung der DGE folgen. So hat man langfristig auf jeden Fall Erfolg.

Eines ist noch wichtig: Die Frage, was zur Gewichtszunahme geführt hat. Ist es der Stress, eine Schwangerschaft, Nahrungsmittel, die die Esslust steigern? Was es auch ist, es gilt in jedem Fall, die Ursachen zu klären. Wer unter großem Übergewicht leidet, sollte sich besser mit seinem Hausarzt kurzschließen und eine geeignete Diätform finden. Das ist auf die Dauer gesünder, denn es geht ja nicht nur um das reine Abnehmen, sondern um gesundes Abnehmen.

Fazit zur Kartoffel Diät

Kartoffeln sorgen allenfalls für kurzfristige und vorübergehende Erfolge. Wer sich dessen bewusst ist, kann es gerne probieren. Schließlich kann man mit Kartoffeln viel anfangen. Wenn es hilft: Man kann sie sogar zu Herzchen oder anderen Figuren schnitzen.
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Über Michael (Doc) Young

Michael "Doc" Young - Seit 8 Jahren Experte im Bereich gesundheitliche Ernährung und Nahrungsergänzung. Wenn er nicht mit seinem Wohnmobil unterwegs ist zählen Fotografieren und Fitnesstraining zu seinen Hobby's.

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