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Leptinresistenz – Was ist das genau?

Zahlreiche Menschen auf dieser Erde wünschen sich nur eines, endlich ihr Übergewicht loswerden. Leider bleibt dies aber immer noch für viele übergewichtige Personen ein unerfüllter Wunsch, denn trotz der richtigen Maßnahmen wollen die Kilos bei einigen Betroffenen einfach nicht schwinden. Ein Grund für diese nicht funktionierende Gewichtsreduktion kann eine Leptinresistenz sein.

Seit etwa zwei Jahrzehnten wissen wir, dass Hormon Leptin den Körperfettgehalt eines Menschen anzeigt. Genauer gesagt, heißt das, wenn große Mengen Körperfett vorhanden sind, stellt der menschliche Körper auch mehr Leptin her. Dieses wird dann ins Blut abgegeben und im Anschluss an das Gehirn weitergeleitet, wo es den Gehirnzellen den Gehalt an Körperfett mitteilt.

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Ist im Blut also reichlich Leptin zu finden, erhält der menschliche Körper die Botschaft, dass er satt ist. Folglich wird die Nahrungsaufnahme eingestellt und der Stoffwechsel beginnt mit seiner Arbeit. Allerdings funktioniert diese Signalübertragung nicht bei jedem Menschen so, wie hier beschrieben, denn manchmal reagiert der menschliche Organismus einfach nicht mehr auf das Hormon. In diesem Fall sprechen Experten dann von einer Leptinresistenz. Wobei es oftmals fettleibige und übergewichtige Menschen sind, die an dieser Störung leiden.

Welche Ursachen sind für eine Leptinresistenz verantwortlich?

Im Grunde gibt es nur zwei Ursachen, die für eine Leptinresistenz verantwortlich sein können:

  1. Das Hormon Leptin gelangt nur noch in geringen Mengen oder auch gar nicht mehr durch die Blut-Hirn-Schranke. Hierbei handelt es sich um natürliche Absperrung, die die im Blut zu findenden Gifte und Krankheitserreger, aber auch zahlreiche Arzneimittel daran hindert, in das Gehirn einzudringen.
  2. Die dringend benötigte Bindung, die zur Wirksamkeit von Leptin gebraucht wird, die sogenannten Leptinrezeptoren, welche sich im Hypothalamus befinden, Sind blockiert.

Wann führen die genannten Ursachen zu einer Leptinresistenz?

  • Schlafstörungen, sowie Schlafentzug können einen gesenkten Leptinspiegel begünstigen.
  • Bewegungsmangel, aber ebenso eine falsche Ernährung können dazu führen, dass Stoffwechselprodukte hergestellt werden, die entweder die Leptinrezeptoren im Gehirn oder aber den Weg zur Blut-Hirn-Schranke für das Leptin blockieren. Manchmal kann auch beides gleichzeitig für eine Leptinresistenz sorgen.
  • Auch eine chronische Überflutung des Stoffwechsels mit diesem Hormon kann eine Unempfindlichkeit der Leptin-Rezeptoren fördern und zu einer Resistenz gegenüber Leptin führen.
  • Ebenfalls kann eine allzu fetthaltige Ernährung für die Leptinresistenz verantwortlich sein. So haben Experten herausgefunden, dass vermutlich die zu hohen Blutfettwerte, die in diesem Fall die Blut-Hirn-Schranke für das Hormon blockiert und demnach auch die Gewichtsreduktion verhindern.
  • Die seltene Stoffwechselkrankheit namens Lipodystrophie kann ebenso Leptinresistenz erzeugen. Hierbei handelt es sich, allerdings um eine genetisch bedingte Krankheit.

Was hat Fruktose mit Leptinresistenz zu tun?

In vielen Diät-, wie Diabetikerprodukten findet sich heute Fruktose, anstatt klassischer Zucker. Fruktose, auch als Fruchtzucker bekannt, besitzt eine sehr viel höhere Süßkraft, als normaler Haushaltszucker.

In der Vergangenheit haben wissenschaftliche Untersuchungen allerdings gezeigt, dass zu große Mengen Fruktose den Leptin-Stoffwechsel im menschlichen Körper gleich auf zwei Weisen empfindlich stören kann.

  1. Größere Mengen Fruktose sorgen für einen erhöhten Triglycerolspiegel. Dieser erschwert dann dem Leptin die Überschreitung der Blut-Hirn-Schranke.
  2. Fruchtzucker kann außerdem die Leptinrezeptoren im Hypothalamus behindern, so dass das Gefühl der Sättigung auch bei einer großen Nahrungsaufnahme und hohen Leptinspiegel fern bleibt oder sich nur im geringen Maße zeigt.

Lässt sich eine Leptinresistenz wieder rückgängig machen?

Für übergewichtige, wie fettleibige Menschen, die mit einer Leptinresistenz zu kämpfen haben, kann dies demnach nur eines bedeuten: Zucker, sowie Fett gilt es nur noch geringfügig in den Speiseplan einzubauen. Es gilt vermehrt auf Gemüse zu setzen und Kohlenhydrate zum großen Teilen von der Einkaufsliste zu streichen. Obst darf hingegen zwar weiterhin gegessen werden, sollte aber nur wenig Fruchtzucker enthalten. Fettarme Milchprodukte dürfen ebenfalls in die Ernährung integriert werden. Gleiches gilt für mageren Fisch, sowie für mageres Fleisch.

Demnach gilt es Nahrungsmittel, die aus einfachen Kohlenhydraten bestehen nicht mehr zu sich zu nehmen. Nudeln, Weißmehlprodukte, Süßigkeiten, Reis und ähnliches gehören somit nicht mehr auf den Speiseplan. Auch raffinierte Öle, Fertiggerichte, andere fetthaltige Speisen, sowie zuckerhaltige Durstlöscher machen dick und sollten daher nicht mehr den Esstisch zieren.

Wer auf diese genannten Lebensmittel verzichtet, wird stetig sein Gewicht senken können. Es gilt sich in Zukunft bewusster zu ernähren und natürlich viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Mindestens 1,5 Liter Wasser und ungesüßte Tees gilt es täglich zu trinken.
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